Gute Beispiele aus

Sicherheit für Frauen: UNIFEM-Initiative für Weltstädte

Indias in Quito/Ecuador Foto: Milton Grant/UN Photos

New York (IPS) – Der UN-Frauenfonds UNIFEM hat eine Initiative gestartet, die das Leben von Frauen in den fünf Weltstädten Neu-Delhi (Indien), Kairo (Ägypten), Quito (Ecuador), Kigali (Ruanda) und Port Moresby (Papua-Neuguinea) sicherer machen soll.

Die ausgewählten Metropolen zeichnen sich durch rasante demographische Veränderungen der letzten 50 Jahre aus. So verbuchen Kairo und Neu-Delhi ein Bevölkerungswachstum von 2,4 Millionen respektive 1,4 Millionen auf 17 Millionen und 19 Millionen Menschen. Der Trend, verbunden mit einer Ausdehnung der urbanen Slums, macht diese Städte für Millionen Frauen und Mädchen zu virtuellen Kriegsschauplätzen.

Im Rahmen von ‚Saver Cities‘ wird UNIFEM mit den jeweiligen Bezirks- und Lokalbehörden konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit gerade in den Armensiedlungen zu erhöhen. Für den Anfang ist vorgesehen, die Straßenbeleuchtung zu verbessern, einsame Bushaltestellen in belebte Zonen zu verlegen und Notruftelefone einzurichten. Ferner sollen Sicherheitskräfte und Justizbeamte für die Gefahren sensibilisiert werden, denen insbesondere Frauen und Mädchen in den Städten ausgesetzt sind. Auch sollen Gesetze gegen sexuelle und andere Gewalt gegen Frauen verschärft und Gerichtsverfahren gegen die Täter beschleunigt werden.

Als eines der größten Probleme im Kampf gegen die Gewalt gegen Frauen in den Städten sieht die UNIFEM-Exekutivdirektorin Ines Alberdi die Praxis der Behörden ausgemacht, erst in Fällen extremer Gewalt wie Mord und Vergewaltigung aktiv zu werden, sexuelle Belästigungen hingegen als normal zu akzeptieren. „Die meisten Menschen finden es in Ordnung, ein Gewaltproblem erst dann ernst zu nehmen, wenn eine Frau niedergestochen oder ermordet wird. Diese Haltung muss ein Ende finden.“

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