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Frauen in der DR Kongo feiern das Friedens- abkommen von Goma. Marie Frechon/UN Photo
Liberia: Protest gegen Gewalt
(Christopher Herwig/UN Photos)
UN-Soldatin im Einsatz in der DR Kongo
(Marie Frechon / UN Photos)
Internationaler Frauentag an der Elfenbeinküste
(Ky Chung/ UN Photos)
Frau in Osttimor
(Martine Perret / UN Photos)
Flüchtlingsfrauen in Darfur
( Albert Gonzalez Farran / UN Photo)
Frauen in Burundi
(Martine Perret / UN Photos)
Mädchen im Sudan
(Fred Noy /UN Photos)
Frauen in Osttimor beim Sammeln von Abfall
(Martine Perret/ UN Photos)
Jeden Tag gibt es schlechte Nachrichten: Kriege, Katastrophen, Gewalt, Armut und Elend weltweit. Wir wollen diesen deprimierenden Tatsachen mit „Visionews“ etwas Hoffnungsvolles entgegensetzen und mit der Mainstream-Medienlogik “Only bad news are good news” brechen.
„Visionews“ veröffentlicht Erfolgsgeschichten aus inzwischen rund 30 Ländern, die Beispiele gelungenen Engagements in den Bereichen Frieden, Versöhnung, Wiederaufbau, Umweltschutz, Ernährungssouveränität und Prävention von Ressourcenkriegen erzählen, sowie inspirierende Visionen, die Mut machen sollen. Dafür bekamen wir am 4.Mai 2012 den Alternativen Medienpreis in Nürnberg verliehen.
„Visionews“ ist auch als Datenbasis für „Gute Beispiele“ der Umsetzung von UN-Resolution 1325 nutzbar – für Nichtregierungsorganisationen, Frauenfriedensgruppen und alle Interessierte. Diese Resolution fordert die gleichberechtigte Einbeziehung von Frauen auf allen Ebenen von Friedensprozessen.
„Visionews“ ist ein globales mediales Kooperationsprojekt von OWEN, Global Cooperation Council (Träger von Inter Press Service Deutschland), 1000 Friedensfrauen weltweit und Frauensicherheitsrat. Die Texte über Gute Beispiele und Visionen wurden von professionellen Journalistinnen und Reportern verfasst. Das Projekt konnte nur dank der großzügigen Unterstützung durch filia – die frauenstiftung, Stiftung Apfelbaum und Stiftung Umverteilen gestartet werden.






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Der unmittelbare Anlass, dieses globale Medienprojekt zu starten, war der zehnte Geburtstag von Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates am 31. Oktober 2010. Für tausende von Friedensfrauen und engagierten Männern ist ihr wichtigster Aspekt, dass der Sicherheitsrat völkerrechtlich verbindlich ihr Recht auf Beteiligung in Friedensprozessen anerkennt. Frauen als Akteurinnen des Wandels müssen gleichberechtigt in Friedensprozesse einbezogen, ermächtigt und unterstützt werden (siehe unsere Analyse).
Bei Resolution 1325 geht es nicht um „Political Correctness“, und auch nicht darum, dass Frauen die besseren Menschen sind – das sind sie nicht! Aber wie zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, ist die Einbeziehung von Frauen in Konfliktlösungen äußerst effektiv, sie dient ALLEN. Frauen haben aufgrund ihrer sozialen Rollen eine größere Distanz zu Krieg, Waffen, Militär und Gewalt, was sich die gesamte Gesellschaft zunutze machen kann. Überall in der Welt waren und sind es Frauengruppen, die in und nach Konflikten über ethnische oder religiöse Grenzen hinweg zusammenarbeiten – für nachhaltigen und gerechten Frieden.
Die Umsetzung von Resolution 1325 durch die UN und ihre Mitgliedsstaaten ist indes sehr mager, siehe unsere Bilanz. Dennoch gibt es Erfolgsmodelle in einzelnen Ländern, die vorbildhaft aufzeigen, wie mutige Friedensfrauen Kriege gestoppt oder Friedensprozesse nachhaltig gestaltet haben.
Unter der Rubrik Visionen sind inspirierende Texte darüber zu finden, wie eine friedliche und geschlechtergerechte Welt aussehen könnte – daher der Name „Visionews“. Darüber vergessen wir aber nicht, dass die gegenwärtige Situation in der Welt äußerst deprimierend ist. Für Armutsbekämpfung, Umwelt, Gesundheit und Bildung dringend benötigte Gelder werden weiterhin für Kriege und neue Waffen verschwendet. Einige wenige mächtige Männer treffen existenzielle Entscheidungen über Krieg und Frieden, von denen Frauen weiterhin systematisch ausgeschlossen werden. Fakten und Analysen dazu finden Sie in der Rubrik Hintergrund.