Willkommen!
Frauen in der DR Kongo feiern das Friedens- abkommen von Goma. Marie Frechon/UN Photo
Liberia: Protest gegen Gewalt
(Christopher Herwig/UN Photos)
UN-Soldatin im Einsatz in der DR Kongo
(Marie Frechon / UN Photos)
Internationaler Frauentag an der Elfenbeinküste
(Ky Chung/ UN Photos)
Frau in Osttimor
(Martine Perret / UN Photos)
Flüchtlingsfrauen in Darfur
( Albert Gonzalez Farran / UN Photo)
Frauen in Burundi
(Martine Perret / UN Photos)
Mädchen im Sudan
(Fred Noy /UN Photos)
Frauen in Osttimor beim Sammeln von Abfall
(Martine Perret/ UN Photos)
Jeden Tag gibt es schlechte Nachrichten: Kriege, Katastrophen, Gewalt, Armut und Elend weltweit. Wir wollen diesen deprimierenden Tatsachen mit „Visionews“ etwas Hoffnungsvolles entgegensetzen.
„Visionews“ veröffentlicht Erfolgsgeschichten zu den Themen Frieden, Umwelt und Geschlechtergerechtigkeit aus aller Welt, die Beispiele gelungenen Engagements mutiger Frauen und Männer erzählen. „Visionews“ sammelt zudem „Gute Beispiele“ von nationalen Umsetzungen der im Jahr 2000 vom UN-Sicherheitsratsrat verabschiedeten Resolution 1325, die die gleichberechtigte Einbeziehung von Frauen auf allen Ebenen von Friedensprozessen fordert.
„Visionews“ ist ein globales mediales Kooperationsprojekt des „Vereins zur Unterstützung der Aktivitäten von Friedensfrauen weltweit e.V.“ (Berlin), des „Global Cooperation Council e.V.“ als Träger der Nachrichtenagentur Inter Press Service Deutschland (Berlin) und der „1000 Friedensfrauen weltweit“ (Bern). Die Texte wurden von professionellen Journalistinnen und Reportern verfasst. Das Projekt konnte nur dank der großzügigen Unterstützung durch filia-die frauenstiftung, Stiftung Apfelbaum und Stiftung Umverteilen im Oktober 2010 gestartet werden.
Im Mai 2012 bekam „Visionews“ den Alternativen Medienpreis in Nürnberg verliehen; von dem Preisgeld wurde die spanischsprachige Version finanziert. Im Oktober 2012 erschienen 33 ausgewählte Visionews-Reportagen als Buch: „Gute Nachrichten – wie Frauen und Männer weltweit Kriege beenden und die Umwelt retten“, herausgegeben von der Visionews-Initiatorin Ute Scheub und der Heinrich-Böll-Stiftung.






Der unmittelbare Anlass, dieses globale Medienprojekt zu starten, war der zehnte Geburtstag von Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates am 31. Oktober 2010. Für tausende von Friedensfrauen und engagierten Männern ist ihr wichtigster Aspekt, dass der Sicherheitsrat völkerrechtlich verbindlich ihr Recht auf Beteiligung in Friedensprozessen anerkennt. Frauen als Akteurinnen des Wandels müssen gleichberechtigt in Friedensprozesse einbezogen, ermächtigt und unterstützt werden (siehe unsere Analyse).
Bei Resolution 1325 geht es nicht um „Political Correctness“, und auch nicht darum, dass Frauen die besseren Menschen sind – das sind sie nicht! Aber wie zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, ist die Einbeziehung von Frauen in Konfliktlösungen äußerst effektiv, sie dient ALLEN. Frauen haben aufgrund ihrer sozialen Rollen eine größere Distanz zu Krieg, Waffen, Militär und Gewalt, was sich die gesamte Gesellschaft zunutze machen kann. Überall in der Welt waren und sind es Frauengruppen, die in und nach Konflikten über ethnische oder religiöse Grenzen hinweg zusammenarbeiten – für nachhaltigen und gerechten Frieden.
Die Umsetzung von Resolution 1325 durch die UN und ihre Mitgliedsstaaten ist indes sehr mager, siehe unsere Bilanz. Dennoch gibt es Erfolgsmodelle in einzelnen Ländern, die vorbildhaft aufzeigen, wie mutige Friedensfrauen Kriege gestoppt oder Friedensprozesse nachhaltig gestaltet haben.
Unter der Rubrik Visionen sind inspirierende Texte darüber zu finden, wie eine friedliche und geschlechtergerechte Welt aussehen könnte – daher der Name „Visionews“. Darüber vergessen wir aber nicht, dass die gegenwärtige Situation in der Welt äußerst deprimierend ist. Für Armutsbekämpfung, Umwelt, Gesundheit und Bildung dringend benötigte Gelder werden weiterhin für Kriege und neue Waffen verschwendet. Einige wenige mächtige Männer treffen existenzielle Entscheidungen über Krieg und Frieden, von denen Frauen weiterhin systematisch ausgeschlossen werden. Fakten und Analysen dazu finden Sie in der Rubrik Hintergrund.